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Smooth transitions in mental health care

Transitionspsychiatrie – Ein Online-Kurs für Fachkräfte zur Versorgungsoptimierung junger Menschen mit psychischen Störungen im Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter

Projektlogo
  • Entwicklungspsychologie, (Neuro-)­ Biologie, spezielle Psychopathologie der Transitionsphase, relevante rechtliche Kontexte
  • kostenlose Teilnahme
  • 24/7 verfügbar
  • Fachkräfte aus den Heil(hilfs)berufen, z.B. Ärzt:innen, (Psycho-) Therapeut:innen, Mitarbeitende des Pflege-, Erziehungs- & Sozialdienstes
  • Bearbeitungszeit ca. 51 Stunden
  • Online-Kurs
  • Transitionsspezifische Standards für die klinische Versorgung, Transitionsspezifika psychiatrischer Störungsbilder
  • Zertifizierung bei der Landesärztekammer (136 CME-Punkte)
  • Zur Registrierung
Transitionspsychiatrie

Blöcke

Herzlich willkommen überspringen
Herzlich willkommen

Die Adoleszenz und das junge Erwachsenenalter ist gekennzeichnet durch zentrale Entwicklungsaufgaben, insbesondere in Bezug auf die Autonomieentwicklung, die neuartige Gestaltung von Beziehungen, den Ausbildungsabschluss und die ersten Schritte ins Berufsleben. Dieser Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter („Transitionsphase“) ist für alle Heranwachsenden mit Herausforderungen verbunden – für junge Menschen mit psychischen Erkrankungen gilt dies umso mehr; nicht zuletzt, weil bei weiterbestehendem Behandlungsbedarf der Übertritt vom kinder- und jugendpsychiatrischen Setting in das erwachsenpsychiatrische Versorgungssystem gemeistert werden muss. In der klinischen Versorgung werden jedoch bisher transitionsrelevante Aspekte noch zu wenig berücksichtigt. In diesem Online-Kurs sollen Brücken von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie geschlagen und mögliche einheitliche Versorgungsstandards dargestellt werden.

Der Online-Kurs überspringen
Der Online-Kurs

Ziel des Kurses ist es, fachlich fundierte und aktuelle Grundlagen zur Transitionspsychiatrie und praktische Handlungsempfehlungen zu vermitteln sowie für die spezifischen Herausforderungen und Bedarfe junger Erwachsener mit psychischen Erkrankungen zu sensibilisieren, damit die Versorgung junger Menschen mit einer psychischen Störung sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Unterstützung der jungen Menschen weiter verbessert werden. Dabei werden Grundlagen zur Entwicklungspsychologie, (Neuro-) Biologie und spezielle Psychopathologie der Transitionsphase vermittelt, Standards für die klinische Versorgung während der Transitionsphase dargestellt sowie relevante rechtliche Kontexte aufgegriffen. Zudem werden psychiatrische Störungsbilder unter Berücksichtigung transitionsspezifischer Aspekte erläutert.

Zielgruppe des Kurses sind Fachkräfte aus den Heil(hilfs)berufen, z. B. Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeut*innen, Co-Therapeut*innen und Mitarbeitende des Pflege-, Erziehungs- sowie Sozialdienstes.

Bearbeitungsdauer: Die Bearbeitungsdauer des Online-Kurses beträgt ca. 51 Stunden. Nach dem Start der Kursbearbeitung haben Sie 180 Tage Zeit, den Kurs abzuschließen.

Zertifizierung: Der Online-Kurs wurde durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 136 CME-Punkten zertifiziert (Zertifizierungszeitraum 15.04.2026-15.04.2027). 

  • Die Punkte werden auch von den anderen Ärztekammern in Deutschland anerkannt. 
  • Die Punkte können grundsätzlich auch für die psychotherapeutische Fortbildung angerechnet werden; die Voraussetzungen und das Verfahren richten sich nach der Fortbildungsordnung der jeweils zuständigen Landespsychotherapeutenkammer.
  • Beruflich Pflegende erhalten 16, Ergo- und Physiotherapeut:innen 68 und Logopäd:innen 34 Fortbildungspunkte.

Der Kurs wird laufend rezertifiziert. Sie erhalten auch nach dem genannten Zeitraum weiterhin ein gültiges Zertifikat. Mit dem neuen Zertifizierungszeitraum kann es jedoch aufgrund von Anpassungen im Kurs oder geänderten Vorgaben der Landesärztekammer zu einer Änderung der CME-Punkte kommen.

Wichtige Information für Personen, die CME-Punkte benötigen: Änderung der Fortbildungspunkte durch neue Fortbildungsordnung der Landesärztekammer seit Juli 2026

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat zum 1. Juli 2026 eine neue Fortbildungsordnung eingeführt. Dadurch hat sich auch die Berechnung der Fortbildungspunkte für E-Learning-Fortbildungen geändert.
Was bedeutet das für Sie?

  • Bei Online-Fortbildungen werden die regulären Fortbildungspunkte weiterhin auf Grundlage der Fortbildungsdauer vergeben: Pro 45 Minuten Fortbildung wird 1 Fortbildungspunkt angerechnet.
  • Geändert hat sich jedoch die Vergabe der Zusatzpunkte für die Erfüllung der qualitätssteigernden E-Learning-Kriterien. Während nach der bisherigen Regelung 1 Zusatzpunkt je 45-minütiger E-Learning-Fortbildungseinheit vergeben werden konnte, gilt seit dem 1. Juli 2026: 1 Zusatzpunkt für jeweils bis zu 8 Fortbildungseinheiten E-Learning, sofern die hierfür erforderlichen Qualitätskriterien vollständig erfüllt sind.
  • Dadurch wird sich die Gesamtzahl der Fortbildungspunkte bei unserem Online-Kurs mit dem nächsten Zertifizierungszeitraum ändern. 
  • Die Änderung der Punktzahl bedeutet dabei nicht, dass sich die Inhalte oder die Qualität des Kurses entsprechend verringert haben. Vielmehr erfolgt die Vergabe der Fortbildungspunkte nach den neuen Vorgaben und Kriterien der zuständigen Landesärztekammer. Wir bedauern, dass sich dadurch die Anzahl der anrechenbaren CME-/Fortbildungspunkte reduziert und bitten um Verständnis, dass wir auf die Vorgaben der Landesärztekammer keinen Einfluss haben. 

Für den Kurs bedeutet dies konkret, dass es für den nächsten Zertifizierungszeitraum (ab 15.04.2027) zu einer Reduzierung der bei erfolgreichem Kursabschluss zu erhaltenden CME-Punkte kommen wird. Wenn Sie die höhere Punktzahl erhalten möchten, müssen Sie Ihren Kurs bis zum 14.04.2027 erfolgreich abschließen, d. h. alle Prüfungen bestehen und die Abschlussbefragung ausgefüllt haben, so dass sich Ihr Zertifikat erstellt.

Hintergrund des Projektes überspringen
Hintergrund des Projektes

Junge Menschen mit psychischen Erkrankungen besitzen im Vergleich zu gesunden Gleichaltrigen weniger Copingstrategien, können auf weniger familiäre Ressourcen zurückgreifen, sind häufiger von belastenden Kindheitserfahrungen mit lang anhaltenden Folgen betroffen und erlangen seltener einen Schulabschluss oder eine Berufsausbildung (Clark et al., 2010; McLaughlin et al., 2012; Wille et al., 2008).

Zudem beginnt die Mehrzahl aller psychischen Erkrankungen, die über die gesamte Lebensspanne auftreten, bereits im Jugend- und frühen Erwachsenenalter und hält häufig weiterhin bis in das Erwachsenenalter an (Kessler, 2005, Kim-Cohen et al., 2003, Lambert et al., 2013).

Diese Herausforderungen und Problematiken in der Transition von der kinder- und jugendpsychiatrischen in die erwachsenenpsychiatrische Versorgung führen bei adoleszenten Patient*innen zu einer niedrigeren Inanspruchnahme von Behandlungen, zu einer hohen Rate an Therapieabbrüchen und einer unzureichenden Kontinuität in der psychiatrischen Versorgung (Lambert et al., 2013; Pottick et al., 2008; Sing et al., 2010).

Vor diesem Hintergrund förderte das damalige Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg von 2020 – 2022 das Verbundprojekt „ProTransition: Digital unterstützte Versorgungsoptimierung junger Menschen mit psychischen Störungen im Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter“. Dies umfasste zwei Teilprojekte:

  • Erstellung und Evaluation eines Online-Kurses für Fachkräfte zur Versorgungsoptimierung junger Menschen mit psychischen Störungen im Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter (Online-Kurs „Pro Transition“).
  • Der Online-Kurs wurde durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie/ -psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm in Zusammenarbeit mit den Zentren für Psychiatrie Calw – Klinikum Nordschwarzwald und Südwürttemberg entwickelt und evaluiert. 
  • Erstellung und Evaluation einer App, in der junge Menschen mit psychischen Problemen Informationen und Übungen zu den wichtigen Voraussetzungen der Selbstlenkungsfähigkeit und der Teilhabe zur Verfügung gestellt bekommen. Die App wurde durch die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Ulm entwickelt und evaluiert. 

Seit 2026 wird der Online-Kurs von dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) erneut bereitgestellt und weiter entwickelt. Das DZPG ist ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (ehemals Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderter Zusammenschluss von sechs Standortgruppen aus ganz Deutschland (darunter die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, als Teil der Standortgruppe Mannheim/Heidelberg/Ulm), die das gemeinsame Forschungsprogramm verfolgen, die psychische Gesundheit und Resilienz zu fördern, die Gesellschaft für psychische Erkrankungen zu sensibilisieren und die Belastung durch psychische Erkrankungen über alle Altersgruppen hinweg langfristig positiv zu beeinflussen.

Das Team überspringen
Das Team

Der Online-Kurs wurde an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Ulm (Leitung Prof. Jörg M. Fegert) durch die Sektion „Schutzkonzepte/Schutzprozesse im Gesundheitswesen und E-Learning“ entwickelt.

Förderung & Entwicklung
Klinik für Kinder-​ und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Universitätsklinikum Ulm Soon Systems GmbH DZPG Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
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